Kunst und Malerei
Salvador Dalí
Der spanische Maler und Bildhauer wurde am 11. Mai 1904 als Sohn eines
Notars geboren. Sein Talent trat früh in Erscheinung und wurde durch
Unterricht an der städtischen Zeichenschule gefördert und hat
sich schnell weiter entwickelt. Bereits in seiner Jugend wurde Dalí
politisch aktiv und setzte sich für marxistische Ideen ein. Ab 1922
belegte der Exzentriker ein Studium für Malerei, Bildhauerei und
Grafik, wurde allerdings ein Jahr später wegen einer Inhaftierung
davon verwiesen. Er kehrte zwar zurück, wurde jedoch abermals endgültig
ausgeschlossen.
1926 reiste er nach Paris und lernte nicht nur Pablo
Picasso kennen, sondern auch Gala, die seine Muse und später
seine Ehefrau wurde. Zu dieser Zeit war sein Werk bereits futuristisch
und kubistisch geprägt und schließlich schloss er sich der
Surrealistengruppe rund um Joan Miró
und René Magritte an. In seiner
surrealistischen Phase gilt Die
Beständigkeit der Erinnerung als eines seiner Hauptwerke,
das Dalí 1931 fertig gestellt hatte. Durch seine Darstellungen
der Welt des Traums und des Unbewussten wurde er zu einem der bedeutendsten
Vertreter des Surrealismus.
Doch aufgrund seiner politischen Gesinnung kam es innerhalb der Surrealistengruppe
zu Spannungen, weshalb Dalí von dieser ausgeschlossen wurde. Er
konnte allerdings weiterhin an deren Ausstellungen teilhaben. Nach einem
Aufenthalt in London verlagerte Dalí seinen Lebensmittelpunkt nach
Italien und entfloh so den Ereignissen des Spanischen Bürgerkrieges.
Kurze Zeit später erfolgte die von Dalí lang herbei gesehnte
Begegnung mit Sigmund Freud, dessen Psychoanalyse ihn zu vielerlei Gemälden
inspiriert hatte. Zu einer engeren Freundschaft kam es allerdings nicht,
da Dalí und seine Frau zu Beginn des Zweiten Weltkrieges Europa
verließen und in die Vereinigten Staaten von Amerika emigrierten.
Im Zuge dessen fand auch ein Stilwechsel in Dalís Werk statt, der
nun in einer klassischen Periode angelangt war. Motive aus der Historienmalerei
und Religion wurden vorherrschend und ein Appell an die Rückbesinnung
zur gegenständlichen Malerei. In den USA widmete er sich nicht nur
der Malerei, sondern schrieb unter anderem auch ein Drehbuch für
einen surrealistischen Kurzfilm, der im Jahr 2004 für einen Oscar
nominiert wurde. 1948 kehrte Dalí nach Spanien zurück, wo
er sich seinem Glauben zuwandte und weiterhin religiöse Motive in
seinem Werk vorherrschend waren.
In seinen letzten Jahren litt der Künstler an Parkinson und lebte
nach dem schmerzlichen Verlust seiner Gattin sehr zurückgezogen.
Nachdem er bei einem Feuer schwere Verbrennungen davon getragen hatte,
wurde ihm es unmöglich, künstlerisch tätig zu sein. Dalí
starb im Alter von 84 Jahren am 23. Januar 1989.