Kunst und Malerei

René Magritte

Der belgische Maler, der am 21. November 1898 geboren wurde, begann etwa im Alter von zwölf Jahren zu zeichnen und malen. Noch als Jugendlicher musste er den Freitod seiner Mutter als Schicksalsschlag hinnehmen und flüchtete daraufhin in die fantastische Welt von Romanen. Dies auch, um das schwere Leben in der Industriestadt Charleroi ein wenig erträglicher zu machen, wohin die Familie schließlich gezogen war.

Magrittes Werk war bis dahin bereits von Zügen des Impressionismus geprägt und dies begann sich erst zu ändern, als er in Brüssel Kunst studierte. Dort kam er in Berührung mit dem Kubismus und Futurismus, was sich als prägend für sein künstlerisches Schaffen herausstellte. Nachdem er im Jahr 1922 seine langjährige Wegbegleiterin heiratete, begann er zunächst als Zeichner für Tapetenmuster und Plakate. Bereits wenige Jahre später ermöglichte es ihm ein Vertrag mit einer renommierten Brüssler Galerie, sich vollends der Kunst zuzuwenden und zu dieser Zeit entstand mit dem Verlorenen Jockey sein erstes surrealistisches Werk.

Seine Schwarze Periode, in der er vorwiegend (Männer-)Gestalten lediglich in ihren offenkundigen Details abbildete, verschaffte ihm nicht nur Einzelausstellungen, sondern auch Anerkennung und Erfolg. Weitere Inspiration gewann er in Paris, wo er von den französischen Surrealisten neue Erkenntnisse gewann. Daraus resultieren aber auch Freundschaften mit unter anderem Joan Miró und Salvador Dalí. Als eines seiner bedeutendsten Werke aus dieser Zeit gilt La trahison des images, auf dem auf naturalistische Weise eine Pfeife abgebildet ist und darunter der Schriftzug "Ceci n'est pas une pipe" ("Dies ist keine Pfeife") zu lesen ist. Diese Beziehung zwischen dem Objekt, seiner Bezeichnung, sowie seiner Repräsentation wurde lange Zeit in Magrittes Werk vorherrschend und dadurch wurde er zu einem wichtigen Wegbereiter der Pop-Art. Doch nicht nur in der Kunst, sondern auch in den Geisteswissenschaften wurden seine Überlegungen hinsichtlich der Realität diskutiert und interpretiert.

Schon bereits nach drei Jahren kehrte er der französischen Metropole den Rücken, um in seiner belgischen Heimat ein sehr bürgerliches Leben zu führen. Er war als Redakteur verschiedener Zeitschriften tätig und arbeitete schließlich auch daran, seine Gemälde in Form von Skulpturen zu vergegenständlichen. Während dieser produktiven Phase verstarb Magritte völlig unerwartet am 15. August 1967 an einer Krebserkrankung. Zu seinen Ehren schrieb der US-amerikanische Musiker Paul Simon einen Song und das ehemalige Wohnhaus Magrittes beherbergt nun ein Museum, in dem neben der Originaleinrichtung mehrere Werke ausgestellt sind.