Kunst und Malerei
Pierre-Auguste Renoir
Der französische Maler wurde am 25. Februar 1841 als Sohn einer
Arbeiterfamilie geboren. Er wuchs in Paris in der Nähe des Louvre
auf und begann eine Lehre zum Porzellanmaler. Nachdem die Manufaktur schließen
musste, setzte er mit dem Colorieren von Gebrauchsgegenständen fort.
Schließlich studierte er mehrere Jahre Malerei und schloss Freundschaft
mit Claude Monet, mit dem er auch gemeinsam
malte. Dies tat er mit Vorliebe in der freien Natur, was sich laut der
Meinung von Kritikern erfrischend auf sein Werk auswirkte. Dennoch fanden
seine Gemälde, die in dieser Periode dem Impressionismus zugeordnet
werden, keine Käufer und so meldete er sich nach Ausbruch des Deutsch-Französischen
Krieges zum Militärdienst.
Im Jahr 1871 kehrte er nach Paris zurück und pflegte weiterhin seine
Freundschaften mit verschiedenen Künstlern. Es festigt sich Renoirs
Vorliebe für das Festhalten von gesellschaftlichen Anlässen
und Feiern, bei denen er die Freude und Bewegungen der Beteiligten hervorzuheben
versucht. Mittlerweile fanden auch seine Gemälde Absatz, was es ihm
ermöglichte, ein Atelier einzurichten und sich neben der Malerei
darauf zu konzentrieren, Ausstellungen vorzubereiten. Außerdem verrichtete
er zahlreiche Auftragsarbeiten, die großteils darin bestanden, Portraits
anzufertigen.
Obwohl er ab dem Jahr 1881 mehrere Reisen nach Algerien unternimmt, sind
die Eindrücke von einer Italienreise wesentlich prägender für
sein Werk, als die aus dem Orient. Renoir zog fortan Raffaels Fresken
als Inspiration heran und wandte sich zugunsten des Klassizismus vom Impressionismus
ab. Doch nur zwei Jahre später fand er sich in einer schöpferischen
Krise gefangen, nachdem einerseits das Desinteresse wuchs und er selbst
keine Weiterentwicklung empfand. Doch auf persönlicher Ebene fanden
mit der Geburt seiner beiden Söhne durchwegs erfreuliche Ereignisse
statt und so fand Renoir den Weg zu einem farbenfrohen und sinnlichen
Malen zurück, wobei seine Abwendung vom Impressionismus allerdings
endgültig war.
Er setzte mit dem Malen von Portraits, Landschaften, Stillleben und Aktbildern
in großem Ausmaß fort, selbst als sich um 1892 erste Symptome
von Arthritis bemerkbar machten. Nach mehreren Kuraufenthalten verspürte
er Linderung durch die milden klimatischen Verhältnisse und verlagerte
seinen Lebensmittelpunkt schließlich in die Nähe von Nizza.
Dennoch malt Renoir unermüdlich weiter und soll sich angeblich in
seinen letzten Jahren den Pinsel sogar an der Hand befestigt lassen haben,
um ihn führen zu können. Bereits im Rollstuhl sitzend, verstarb
Renoir am 3. Dezember 1919 im Alter von 78 Jahren.