Kunst und Malerei
Paul Klee
Ernst Paul Klee wurde am 18. Dezember 1879 als Sohn von Musikern in der
Schweiz geboren. Er nahm bereits in jungen Jahren Geigenunterricht und
vermochte großartig zu spielen. Auch das Zeichnen war seine Leidenschaft,
doch dieses Talent wurde zugunsten der Musik von seinen Eltern nicht gefördert.
Nach Abschluss des Gymnasiums zog es Klee nach München, wo er Grafik
studierte. Eine Studienreise nach Italien im Jahr 1901 sollte sich als
einschneidendes Ereignis erweisen. Nicht zuletzt aufgrund seiner vielfältigen
Techniken und Motive kann Klee nicht eindeutig einer Kunstrichtung zugeordnet
werden. Sein Werk enthält ebenso Elemente aus Expressionismus
und Konstruktivismus,
sowie aus Kubismus
und Surrealismus.
Später lernte Klee Alfred Kubin und Wassily
Kandinsky kennen und schloss sich schließlich 1911 dem Blauen
Reiter an. Er war bei der zweiten Ausstellung desselben vertreten und
es folgte ein Parisaufenthalt, bei dem sich Klee von Georges
Braque und Pablo Picasso beeindruckt
zeigte. Dennoch hatte sich sein künstlerisches Schaffen bislang auf
Grafiken beschränkt. Erst im Zuge einer Reise nach Tunis hatte er
sich endgültig der Malerei und den Farben in Form von Aquarellen
verschrieben. Die starken Eindrücke von Licht und Farbe setzte Klee
in einem kubistischen Stil um.
Nach dem Kriegsdienst folgte 1920 seine erste Einzelausstellung in München
und noch im selben Jahr wurde er an das Bauhaus in Weimar berufen, um
zu unterrichten. 1924 gründete Klee in Weimar die Künstlergruppe
Die Blaue Vier, welche vor allem in den USA ausstellte. Nur kurze Zeit
später hatte Klee seine erste Ausstellung in Frankreich und seine
Werke wurden danach auch in einer Ausstellung der Surrealisten-Gruppe
gezeigt, in welcher er allerdings nicht als Mitglied aufgenommen wurde.
Nach einer Ägyptenreise und Streitigkeiten am Bauhaus nahm
Klee 1931 eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf an. Doch
nur zwei Jahre später diffamierten die Nationalsozialisten Klee als
entarteten Künstler und er kehrte nach Bern zurück. Von da an
widmete er sich Großformaten und zu dieser Zeit entstand unter anderem
Revolution des Viaductes. Sein erster Einbürgerungsantrag
wurde 1933 abgelehnt, da er sich bereits fünf Jahre in der Schweiz
aufhalten hätte müssen. Eine Erkrankung an Sklerodermie bremste
Klees Schaffen ab und eine Woche vor dem Entscheid über seinen zweiten
Einbürgerungsantrag verstarb Klee am 29. Juni 1940 - posthum wurde
die Schweizer Staatsbürgerschaft anerkannt.