Kunst und Malerei

Paul Cézanne

Der französische Maler Paul Cézanne wurde am 19. Januar 1839 als Sohn eines Bankiers geboren. Nach der Ausbildung an der Grundschule und der École de Saint-Joseph besuchte er das Collége Bourbon, wo er eine intensive Freundschaft mit Émile Zola pflegte. Dieser animierte ihn sogar zur Dichtung, doch Cézanne zog es vor, lediglich sporadisch zu schreiben. Um dem Wunsch seines Vaters gerecht zu werden, belegte er Vorlesungen in Rechtswissenschaften. Diese wurden allerdings schnell zugunsten des Malens vernachlässigt und so begann Cézanne Unterricht an der hiesigen Zeichenschule zu nehmen.

1861 erhielt er von seinem Vater die Einwilligung nach Paris zu gehen und folgte Zola. Er bewarb sich an der École des Beaux-Arts, wurde allerdings abgewiesen und belegte somit lediglich Kurse an der Académie Suisse. Doch die Enttäuschung war so groß, dass er noch im selben Jahr zu seiner Familie zurückkehrte, um in der Bank seines Vaters zu arbeiten. Ein Jahr später versuchte Cézanne sein Glück abermals in Paris, wo er ein weiteres Mal an der École des Beaux-Arts abgewiesen wurde. Wieder wich er an die Académie Suisse aus und lernte unter anderem Pierre-Auguste Renoir und Claude Monet kennen.

1874 fand in Paris die erste Gruppenausstellung von Monet, Renoir, Cézanne und anderen statt, die später als Impressionisten bezeichnet werden sollten. Doch neben dem Aufsehen wurde auch Kritik und Missachtung geerntet und die Ausstellung entpuppte sich des Weiteren als finanzieller Misserfolg. An der zweiten Gruppenausstellung nahm Cézanne nicht teil, stellte allerdings bei der dritten zahlreiche Gemälde aus. Abermals wurden lediglich Stimmen der Kritik laut und es sollte das letzte Mal sein, dass Cézanne gemeinsam mit den Impressionisten ausstellte.

1895 folgte seine erste Einzelausstellung in Paris, in der Gemälde aus seiner ersten dunklen Periode ebenso wie solche aus seiner impressionistischen Periode ausgestellt wurden. Und dies obwohl er sich mittlerweile selbst in einer postimpressionistischen Phase bafand und zum Wegbereiter der Moderne wurde. Dies drückt sich am stärksten im Verzicht auf die Perspektive aus und neben vereinfachten Landschaftsbildern sind Stillleben vorherrschend. In seinen letzten Jahren zog sich Cézanne zurück, seine Altersdepression wird in seinem Werk sichtbar und er verstarb schließlich am 22. Oktober 1906.