Kunst und Malerei
Jackson Pollock
Der US-amerikanischer Maler Paul Jackson Pollock wurde am 28. Januar
1912 geboren. Nach einem Kunststudium in Los Angeles nahm er zuerst eine
Stelle als Landvermesser an, um später ein Kunststudium in New York
anzuschließen. Er unternahm zahlreiche Reisen in die Weststaaten
und verlagerte seinen Lebensmittelpunkt schließlich im Jahr 1935
nach New York. Sein künstlerisches Schaffen war zu dieser Zeit stark
von seinem Lehrer Thomas Hart Benton geprägt. Des Weiteren wurde
er vom europäischen Kubismus
und Surrealismus
beeinflusst, wobei er vor allem auch den Stil von Joan
Miró einfließen ließ. Abgesehen davon, beschäftigte
er sich stark mit der Jungschen Psychologie, welche die Spuren von indigenen
bzw. mexikanischen Motiven erklären lässt. Pollock bildete,
ähnlich wie Pablo Picasso, ursprünglich-primitive
Symbole und Leitthemen ab, die für seine persönliche Verbindung
zwischen dem Unbewussten und dem künstlerischen Ausdruck stehen sollten.
Zu einem gänzlich anderen Werk durch eine neue Technik kam Pollock
ungefähr ab 1946. Durch das Tropfen und Schütten von Farbe auf
die auf dem Boden liegende Leinwand wird er zum Begründer des Action-Painting
und läutet ein neues Zeitalter in der Kunstgeschichte ein. Die Werke
bestechen vor allem durch die Strukturen und Muster von Farbe und besonders
der Prozess der Anfertigung tritt in den Vordergrund. Diese als Dripping
bezeichnete Technik, verschaffte ihm Zeit seines Lebens den Kosenamen
Jack the Dripper.
Beachtung und Anerkennung von einem breiten Publikum wurde ihm spätestens
ab 1949 aufgrund eines Artikels im Life Magazine zuteil und vor
allem die positiven Reaktionen in Europa führten ein Jahr später
zu einer Einladung zur Biennale in Venedig. Sein Stil veränderte
sich zu dieser Zeit abermals. Seine Vorliebe galt großen Kompositionen,
wobei er schwarze und/oder weiße Hintergründe bevorzugt mit
Linien überzog. Auch diese Werke fanden großen Anklang und
riefen Begeisterung hervor. Doch dieser Erfolg in der Kunstszene entwickelte
sich gegensätzlich zu jenem auf der persönlichen Ebene. Pollock
kehrte in späteren Jahren noch einmal zur figurativen Malerei zurück
und ergriff auch wieder den Pinsel, bevor ihn Alkoholsucht und psychische
Probleme daran hinderten, sein künstlerisches Schaffen fortzusetzen.
Im Jahr 1956 nahm Pollocks Leben eine letzte schicksalshafte Wendung,
als er sich unter Alkoholeinfluss mit seinem Wagen überschlug und
an den schwerwiegenden Folgen am 11. August verstarb.