Kunst und Malerei

Edvard Munch

Edvard MunchEdvard Munch, der am 12. Dezember 1863 geboren wurde, war norwegischer Maler. Seine jungen Jahre waren geprägt von zahlreichen Krankheiten und Todesfällen in seiner Familie, weshalb sich diese Themen vermutlich stark in seinem Werk manifestierten. Er selbst war ebenfalls von schwacher Gesundheit und litt an einer bipolaren Störung.

Während des Besuches der Königlichen Zeichenschule war sein Stil eindeutig dem Naturalismus zuzuordnen, was sich allerdings nach einem Aufenthalt in Paris und dem Anfertigen des Kranken Kindes schlagfertig änderte. Als weiter prägend stellte sich sein Umgang mit radikalen Anarchisten heraus, woraufhin sich ein innerer Konflikt in Munch herausbildete, welchen er in biografisch-literarischer Form Zeit seines Lebens immer wieder festhielt.

Für mehrere Jahre verlagerte Munch seinen Lebensmittelpunkt nach Paris, wo er antinaturalistische Experimente auf sich einwirken ließ. Dort erfuhr er auch vom Tod seines Vaters, woraufhin er die Nacht in St. Cloud anfertigte. Auch Melancholie entstand zu jener Zeit, das an den Symbolismus eines Paul Gauguin erinnert und die ersten Skizzen für sein bekanntestes Werk Der Schrei wurden angefertigt. Letzteres wurde schließlich 1893 fertiggestellt. Nach einer Ausstellung im Berliner Kunstverein, die nach wenigen Tagen aufgrund von Protesten geschlossen werden musste, entschied sich Munch dazu, in der deutschen Metropole zu verweilen. Er gehörte einem Kreis von Intellektuellen an und weitere Gemälde mit den Motiven Tod und Abgründe der Liebe folgten.

1896 kehrte Munch nach Paris zurück, wo er sich vorwiegend der Grafik zuwandte und Lithografien und Holzschnitte anfertigte. Doch bereits nach zwei Jahren entschied er sich dazu, Berlin den Rücken zu kehren und verweilte in seiner norwegischen Heimat. Zu dieser Zeit stellte sich künstlerischer Erfolg ein, der von mehreren Ausstellungen eingeleitet wurde. Doch zudem erlebte Munch auf persönlicher Ebene Krisen, die er mit Alkohol zu betäuben versuchte. Er begab sich auf mehreren Deutschland-Reisen quasi ins Exil, um sich gesundheitlich und psychisch zu stabilisieren.

Ab 1908 sollte Norwegen Munchs endgültigen Lebensmittelpunkt darstellen, wo man ihm schließlich eine gebührende Anerkennung zuteil werden ließ. Nachdem er mehrere Landschaftsmotive gemalt hatte, arbeitete er lange an den Entwürfen für eine Neugestaltung der Osloer Universitätsaula. Er lebte zwar isoliert und spartanisch, war aber überaus produktiv und ließ beispielsweise Themen aus der Arbeiterbewegung in sein Werk einfließen. Nachdem sich Munch in späteren Jahren wiederholt verstärkt der Grafik zuwandte, verstarb er am 23. Januar 1944.