Kunst und Malerei
Claude Monet
Der
französische Maler wurde am 14. November 1840 in Paris geboren. Bereits
während er das Gymnasium besuchte, erhielt er Zeichenunterricht und
fertigte Karikaturen von Mitschülern und Lehrern an, die öffentlich
ausgestellt wurden, als er 15 Jahre alt war. Nachdem seine Mutter im Jahr
1857 verstarb, kümmerte sich seine Tante um ihn, die ebenfalls malte.
So begann er mit seinen ersten Landschaftsgemälden und sein Wunsch,
Maler zu werden, festigte sich endgültig. Er verweigerte den Besuch
der École des Beaux-Arts, belegte aber ein Studium an einer freien
Malschule, wodurch er stark im Sinne des künstlerischen Realismus
geprägt wurde.
Monet wurde in den Militärdienst eingezogen, kehrte aber bereits
nach kurzer Zeit in die Heimat zurück, da er an Typhus erkrankt war.
So trat er in das Atelier von Charles Gleyre ein, in dem unter anderem
auch Pierre-Auguste Renoir tätig
war. 1865 konnte er einige Bilder im Pariser Salon ausstellen, das zwar
positiv aufgenommen wurde, aber ihm dennoch keine Erleichterung seiner
prekären finanziellen Situation verschaffte. Seine Malweise begann
sich in Richtung Impressionismus
zu wandeln, wodurch ihm keine weiteren Ausstellungen im Salon möglich
waren.
Nachdem er sich während des Deutsch-Französischen Krieges in
London aufhielt und dort auch mehrere Kunsthändler kennen lernte,
verstarb sein Vater und er kehrte nach Paris zurück. Durch die Erbschaft
richtete er sich ein neues, bürgerliches Leben ein und veranstaltete
1874 die erste Impressionisten-Ausstellung. Bereits ein Jahr zuvor hatte
er Impression, Sonnenaufgang
fertig gestellt, das der neuen Kunstrichtung einen Namen verlieh. Des
Weiteren griff Monet den Japonismus auf und ließ exotische, asiatische
Motive in sein künstlerisches Schaffen einfließen. Aus dieser
Zeit sind außerdem seine Reisebilder bekannt, die er während
mehrerer Reisen an die französische Küste angefertigt hatte.
Nachdem 1883 eine erfolgreiche Einzelausstellung stattgefunden hatte,
begann Monet damit, sein Haus in Giverny zu gestalten und widmete sich
mit besonderer Begeisterung dem Garten. Auch sein Atelier war dort eingerichtet,
wo er die bedeutenden Seerosen-Gemälde malte und dabei im Speziellen
darauf achtete, dieselben Motive in verschiedenen Lichtsituationen festzuhalten.
Auch die Serien von Pappeln oder Kathedralen gestaltete er nach diesem
Leitsatz. Ab 1908 begann sich Monets Gesundheitszustand zu verschlechtern
und seine Sehkraft nahm stetig ab. Dies und der Tod seiner zweiten Ehefrau
sowie seines Sohnes Jean führten zu Depressionen, von denen er sich
auch nicht erholte, als er durch eine Operation sein Augenlicht wieder
erlangte. Nachdem Monet zahlreiche Skizzen und nicht fertig gestellte
Werke zerstört hatte, verstarb er am 6. Dezember 1926 in Giverny.